Klimaneutral – was war das doch gleich noch mal?

Klimaneutrale Flugreise, klimaneutraler Blumengruß, klimaneutrales Drucken – alles ist scheinbar möglich.
Klingt komisch, ist aber so! Man hört und liest viel über Klimaneutralität; hier können Sie noch einmal Schritt für Schritt nachlesen, wie „klimaneutral“ eigentlich funktioniert.
Man nehme die Erde und setze sie jährlich 36 Milliarden Tonnen Kohlenstoffdioxid aus. Das ist gar nicht so schwer, denn bei der Verbrennung von kohlenstoffhaltigen Brennstoffen, wie zum Beispiel Benzin, entsteht sehr viel von diesem Gas. Gleichzeitig werden die Wälder gerodet, die natürliche Kohlenstoffdioxid-Speicher sind. Das ist gar nicht gut, denn Kohlenstoffdioxid hält die Wärme auf der Erde, und da es inzwischen so viel von diesem Gas in der Erdatmosphäre gibt, wird es immer wärmer. Die Erde muss also ganz schön schwitzen, die Ökosysteme geraten aus dem Lot, dadurch gibt es mehr Dürren, Orkane und Überschwemmungen, ganze Tierarten sterben aus und es wird befürchtet, dass sich dadurch auch tropische Krankheiten schneller ausbreiten könnten. Ein paar kluge Köpfe haben aber die Probleme, die die Menschen der Erde bereiten, schon früh erkannt und versuchen nun, den Ausstoß der Gase zu vermindern. Natürlich wäre die Vermeidung von Kohlenstoffdioxid die beste Lösung. Aber das ist nicht immer möglich, da ohne den Ausstoß von Kohlenstoffdioxid keine Wirtschaft der Welt funktionieren würde. Die Idee: Überall, wo Kohlenstoffdioxid unvermeidbar ist, wird an anderer Stelle die gleiche Menge an Emissionen eingespart.
Und so funktioniert’s
Wer mithelfen will, dass die Erde sich nicht weiter aufheizt, kauft sogenannte Zertifikate, im Fachjargon sagt man dann, „ein Produkt wird klimaneutral gestellt“. Das kostet zwar mehr Geld als ohne Zertifikat – aber das ist ja klar, wenn man bedenkt, dass man durch den Betrag tonnenweise Kohlenstoffdioxid einsparen kann. Das zusätzliche Geld für diese Zertifikate fließt in Projekte, mit denen die Entstehung von Kohlenstoffdioxid vermieden oder reduziert wird. Zum Beispiel Projekte, bei denen erneuerbare Energien genutzt oder neue Wälder gepflanzt werden.
Was wird denn beim Drucken gespart?
Beim klimaneutralen Druck wird Kohlenstoffdioxid, das beim Bedrucken und Verarbeiten von Papier im Bogen-Offset- und Digitaldruck ausgestoßen wird, durch Zertifikate ausgeglichen. Dabei werden auch weitere Prozesse, die bei Druckerzeugnissen anfallen, berücksichtigt. Wie zum Beispiel Rohstoffe (Papier, Farbstoffe, Chemie) sowie Feucht- und Reinigungsmittel, aber auch der Druckvorgang selbst (einschließlich Vorstufe und Verarbeitung). Auch die Auslieferung der Druckerzeugnisse oder der Personaleinsatz, der benötigt wird, sind mitgerechnet.
Unser neuer Service für Sie – das „grüne Schaufenster“
Einen in Deutschland bisher einmaligen Service bietet Kessler Druck + Medien ab sofort mit dem „grünen Schaufenster“.
Dahinter steckt die Idee, den Empfängern von Drucksachen sofort die Möglichkeit zu bieten, das klimaneutrale Projekt auf der Homepage des Unternehmens anzuschauen. Zum Beispiel: Ein Verlag, der eine Broschüre herausgibt, kann diese bei Kessler klimaneutral stellen lassen. Er bekommt dann einen Programmierlink für die eigene Homepage. Die Empfänger der Broschüre können sich nun mit der eigenen persönlichen Nummer auf der Homepage des Verlags über das klimaneutrale Projekt informieren. Für den Verlag bestehen mehrere Vorteile: zum einen, dass Umweltaktivitäten präsentiert werden können, andererseits wird Traffic auf der Homepage erzeugt. Auch andere Seiten finden so die Beachtung der Kunden. Unternehmen schaffen damit nicht nur Vertrauen in der Öffentlichkeit, sondern können sich als ökologisch und sozial nachhaltig arbeitendes Unternehmen profilieren.
Weiterführende Links:
- Umweltschutz Zertifizierungen: FSC, BFE
- Kessler-Report (Dez. 08): Klimaneutral - Das grüne Schaufenster
- Kessler-Report (Jul. 08): Klimaneutral drucken
- Kessler-Report (Okt. 07): Umweltfreundliches Drucken





